Ilsenburger Grobblech GmbH investiert mehr als zwei Millionen Euro in neue Wasserstrahlschneidanlage

Ilsenburger

Etwas mehr als zwei Millionen Euro investiert die Ilsenburger Grobblech GmbH in eine neue Wasserstrahlschneidanlage an ihrem Standort in Ilsenburg. Es ist eine Investition, die insbesondere auf das wachsende Zukunftssegment Defence einzahlen soll. Die Tochter-Gesellschaft der Salzgitter AG wird mithilfe dieser Technologie insbesondere den hohen Ansprüchen ihrer Kunden im Bereich der Sicherheitsstähle gerecht.

Die neue Wasserstrahlschneidan­lage (300 m ) entsteht zusammen mit Wasseraufbereitung und Anbau im Zuschnittsbereich des Werkes. Die Anlage ist relevant für die Herstellung empfindlicher Stahlgüten, bei denen es beim Brennschneiden im Autogen- oder Plasmatrennverfahren zu thermischen Einflüssen an den Schneidkanten kommen kann. Beim Kalttrennverfahren sorgt der Schneidstrahl aus den Komponenten Wasser, Granatsand und Luft bei hochfesten Güten in einem weiten Dickenspektrum für weniger Materialverlust und gewährleistet eine hohe Qualität, die Kunden im Bereich der Sicherheitsstähle SECURE erwarten.

Mit einem etwa 18 Meter langen Schneidtisch sowie einer maximalen Schneidbreite von über fünf Metern ist die Anlage in Ilsenburg eine der größten Wasserstrahlschneidanlagen, die der für seine hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards bekannte Anlagenbauer H.G. Ridder­ Automatisierungs-GmbH aus Hamm (Nordrhein-Westfalen) bisher in Europa gefertigt hat. Im Gegensatz zum herkömmlichen Brennschneiden mit Erdgas erfolgt der Betrieb der Wasserstrahlschneidanlage mit Strom und kann somit durch den Einsatz von Er­neuerbaren Energien CO2-neutral erfolgen. Die Wasseraufbereitung sorgt mit innovativer Pumpentechnik für zirkulären und damit nachhaltigen Wassereinsatz. Die Fertigstellung des Projekts ist für Ende des zweiten Quartals 2026 geplant.